Transformation

Job Transition Canvas

Zehn Reflexionsfragen als Wegweiser für deinen nächsten Schritt

Johannes Meyer
Januar 25, 2022
4 min Lesezeit

Veränderung ist nicht einfach – ob beruflich oder privat. Wir nehmen uns viel vor und angekommen im Alltag verfallen wir schnell in alte Muster und verlieren aus den Augen, was unser Antrieb und Ziel für diese Veränderung war. Unser Kollege Johannes Meyer hat mit der Job Transition Canvas ein Tool entwickelt, um Menschen bei einer großen Veränderung zu begleiten: dem Jobwechsel.

Ein Jobwechsel ist unglaublich aufregend. Die meisten von uns verbringen so viel Zeit bei der Arbeit, dass der Wechsel in einen neuen Job wirklich eine Veränderung dessen bedeutet, worüber man den ganzen Tag nachdenkt und mit wem man den Großteil der Zeit verbringt. Unser Job beinhaltet einen nicht unwesentlichen Teil unserer Konflikte, Errungenschaften, einen Teil unserer Identität.

Es ist also verständlich, dass ein beruflicher Wechsel oft mit einer Menge an Überlegungen darüber einhergeht, was dir eigentlich Spaß macht, welche Ambitionen du hast und wie du deine Zeit verbringen möchtest.

Ein Problem, das ich bei der Beratung von neuen Mitarbeitenden und ausscheidenden Teammitgliedern beobachtet habe, ist jedoch folgendes: Zwischen der wohlüberlegten Entscheidung für einen Jobwechsel und dem tatsächlichen Antritt der neuen Stelle liegen oft Monate. In dieser Zeit bereiten sie Übergaben vor, verabschieden sich, genießen (hoffentlich) eine kleine Auszeit, bevor sie schließlich mit dem Onboarding an ihrem neuen Arbeitsplatz beginnen. Bei einem so vollen Terminkalender verliert man leicht den Überblick über die einst gut formulierten Absichten und Ambitionen. Plötzlich bist du zwei Monate in deinem neuen Job, hast neue Fristen und Erwartungen zu erfüllen und hast aus den Augen verloren, warum du dieses Unterfangen überhaupt begonnen hast.

Deshalb habe ich damit begonnen, Teammitgliedern und Freunden diesen Zettel an die Hand zu geben, um ihre Gedanken über ihren Ausstieg und ihren Einstieg bei einem Stellenwechsel zu dokumentieren. Es ist als persönliches Reflexionsinstrument gedacht, an dem man sich selbst dauerhaft orientieren kann. 


Ich empfehle dir, es auszudrucken (DIN A3 ist ideal) und dich damit zusammen mit einem anregenden Getränk deiner Wahl hinzusetzen. 
Es sollte ziemlich selbsterklärend sein, also lass uns einen kurzen Rundgang machen:

Hier gehts zum Download zum Job Transition Canvas


Oberer Bereich: 

Dieser Bereich ist für die Reflexion über die Veränderung im Allgemeinen gedacht. Welches Umfeld verlässt du? In welches gehst du? Wie fühlt sich das alles an? Viele Leute werden dir diese Fragen stellen, also solltest du sie gut durchdenken. 

Die folgenden Abschnitte können in jeder beliebigen Reihenfolge ausgefüllt werden, die sich natürlich anfühlt: 


Linke Seite: 

In diesem Abschnitt geht es um die Vergangenheit mit drei Fragen zur Reflexion darüber, was du aus deinem letzten Job mitnimmst: persönliche Entwicklung, Dinge, die du gelernt hast, und Menschen, die du gerne in deinem Netzwerk behalten würdest. 


Rechte Seite: 

Hier geht es um deine Erwartungen an die neue Stelle. Dinge, die du dir wünschst, von denen du mehr haben willst, Dinge, von denen du wegkommen willst. Und, ganz wichtig: deine goldenen Regeln. Das sind die persönlichen Grundsätze, Werte oder Mantras, denen du treu bleiben willst und die du hoffentlich wieder aufgreifen wirst, wenn du ein paar Wochen in deiner neuen Position bist. 


Mittlerer Abschnitt:

Zwischen dem Alten und dem Neuen geht es hier darum, deine Motivation für den Wechsel zu erkunden und, was sehr wichtig ist, was beibehalten werden sollte: Dein persönliches Ziel, das dich über einen einzigen Job hinaus motiviert. 


Probiere es aus, verändere es, passe es an und wechsle mit vollem Herzen und Verstand den Job! 

Verfasst von:

Johannes Meyer

Johannes ist in seinem Element, wenn Entscheidungen in Gruppen komplex, vielschichtig und ungewiss sind. Er moderiert deshalb für viele Organisationen Strategie- & Transformationsprozesse. Darüber hinaus gestaltet er gerne Lernerlebnisse und lustige Übungen zu Innovationsmethoden.

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